Für die, die den Text auf dem Flyer nicht lesen können:
„Altona-Altstadt zeigt Anzeichen eines problematischen Stadtquartiers mit einem hohen Anteil an Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern. Insgesamt liegt im Stadtteil eine verminderte Kaufkraft vor.(…) Bei der Errichtung von zusätzlichem Wohnraum soll in ausreichendem Maße attraktiver Wohnraum für Haushalte mit mittlerem bis höherem Einkommen geschaffen werden(…)“(GEWOS „Zukunftsplan Altona“)
Nicht nur dieses Zitat zeigt, wie seit einiger Zeit Stadtplanung betrieben wird. Menschen mit niedrigem Einkommen werden als „problematisch“ für eine positive Entwicklung des Stadtteils empfunden. Ähnlich wie St.Pauli oder Ottensen ist mittlerweile auch Altona-Altstadt von sog. Umstrukturierungsmaßnahmen betroffen. Die Ansiedlung von Ikea, die Bebauung des Geländes des Fernbahnhofs und des nördlichen Elbufers sind hier nur die sichtbarsten Veränderungen. Am 23.4. wurde das AZ Altona in den Räumlichkeiten des leerstehenden ehemaligen Finanzamtes direkt am Altona Bahnhof besetzt und eröffnet. Mit der Aktion sollte ein „Kontrapunkt gegen steigende Mieten, gegen Verdrängung, gegen die „Aufwertung“ der „Immobilien-Verwertungs-Koalition“ von Stadt und Unternehmen“ gesetzt werden. Außerdem „sollte ein nichtkommerzieller und gesellschaftskritischer Ort des Austausches und der Möglichkeiten für alle Anwohner_innen hergestellt werden – unabhängig von der Größe ihres Geldbeutels. Wir wurden zwar noch in derselben Nacht von der Polizei geräumt, lassen uns unser Recht auf Stadt jedoch ganz bestimmt nicht nehmen.“ (Initiative AZ-Altona)
__________________________________________________________